Wenn ich morgens zum Zug renne, schaff ich es bereits ohne größere Schwierigkeiten bis zur Ecke, von der aus ich das Klingelgeräusch der Schranken hören kann - eine kritische Stelle. Es ist nicht nur einmal passiert, dass dieses Mistding von Zug just in dem Moment zur Abfahrt pfeift.
Ich hab's aber sowieso nicht eilig. Nicht im Oktober. Ich hab Ferien.
Was macht also ein gelernter Österreicher, wenn er Ferien hat? Bier trinken, Fußball schauen und sich über DiCo wundern? Ganz genau. Außerdem bin ich ein bisschen herumgekommen.
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Hoher Besuch aus dem Süden
Der Freitag des ersten Oktober-Wochenendes begann für mich zu einer höllisch unchristlichen Zeit. Das nimmt man in Kauf, will man doch Frau Mutter in Stockholm nicht warten lassen.
Die folgenden Tage in Stockholm verbrachte ich abwechselnd mit meiner Mutter + Verena durch die Stadt trudelnd und drei Begleitern aus Jönköping. Nicht ganz ohne Stolz kann ich behaupten meinem Touristenstatus alle Ehre gemacht zu haben: Altstadt, Rathaus, Skansen, Vasa-Museum, Nobel-Museum, Fotografie-Museum, Königlicher Palast, Ice-Bar, Schloss Drottningholm, ...
| Stockholm |
Everywhere and Norway
Eines der großen Highlights meines Schweden-Semesters war der Norwegen-Trip. Mit unseren zwei gemietenen Minivans fuhren wir zuerst zum Flughafen nahe Oslo (um zwei frisch aus Schottland heimgekommene Mädels aufzuschnappen), danach weiter nach Stavanger, Bergen und über Flåm zurück nach Oslo - insgesamt über 2500km.
Wer ist eigentlich "wir"? Das sind elf großartige Menschen aus sieben verschiedenen Ländern und ich. Das kann schon was!
Bloße Worte vermögen die Schönheit dieses Landes nicht zu vermitteln. Und auch meine Bilder werden weder dem Sonnenuntergang in Oslo noch den norwegischen Fjorden wirklich gerecht. Besonders die Aussicht vom Preikestolen muss man einfach selbst gesehen haben.
| Ich hab schon an schlimmeren Orten gefrühstückt. |
| Gletscher-Partie |
| Opernhaus in Oslo |
| Bande |
| Heiraten im Park |
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| International Team - (c) Jess |
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| Sauhaufen - (c) Jess |
Baltisches Bier schmeckt besser
Einen kurzen Trip gab's noch: die Reise in die Hauptstadt Estlands Tallinn. Die Altstadt Tallinns gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie ist geprägt von bestens erhaltenen mittelalterlichen Gebäuden wie dem Rathaus oder der Stadtmauer.
Wir waren von der Nacht auf der Fähre ein wenig verkatert und haben uns deshalb eine Tasse Elchsuppe (schmeckt wie Gulasch) und baltisches Bier gegönnt, um für die zweite Nacht auf dem Partyschiff gerüstet zu sein.
| Korridor-Party in der Fähre |
| . |
| Firestarter |
| Tallinn |
Ich hatte einen guten Oktober. Aber mein vierter Monat in Schweden wird wohl wieder etwas geordneter zugehen. Ein paar Trips sind aber bereits in Planung. In the next months coming up (hopefully): Reise nach Kopenhagen, Göteborg, Malmö, Kiruna und Helsinki. Ob das mein Geldbörserl verkraftet?

